BORMUTH - Metallkultur
Technisches Kulturgut
Denkmäler der Industrie und Technik
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Klostermühle Springiersbach, Bengel/Mosel,
Restaurierung und Konservierung der technischen Ausstattung, 2014-2015
Die Springiersbacher Mühle liegt eingebettet in die hüglige Landschaft des Moselgebietes unweit des Kloster Springiersbach in der Gemeinde Bengel.

Die Geschichte der Springiersbacher Klostermühle geht zurück bis in 18. Jahrhundert. Die weitgehend erhaltene Bausubstanz aus dem Barock und die umfangreiche technische Ausstattung aus den vergangenen Epochen des Mühlenbetriebes machen die Mühle zu einem bedeutenden Kulturdenkmal.

Bis ca. 1980 wurde hier Korn gemahlen und die Substanz des Gebäudes und der technischen Ausstattung vom letzten Müller bis 1990 gepflegt. 2012 wurde begonnen die Mühle umfangreich nach denkmalpflegerischen Grundsätzen zu restaurieren und eine museale Nutzung zu ermöglichen.

Eine Besonderheit der Mühle ist, dass die oberschlächtigen Mühlräder bereits um 1912 durch eine Turbine ersetzt wurden. Ein Generator erzeugte fortan die Elektrizität für den Betrieb der Mühlenausstattung und des anliegenden landwirtschaftlichen Betriebes. Die historische elektrische Ausstattung der Mühle hat eigenen Denkmalwert.

Unser Anteil an diesem Projekt war die Reinigung, Restaurierung und Konservierung der technischen Ausstattung. Der Aspekt der Konservierung stand hierbei zur größtmöglichen Erhaltung der Authentizität des Ensembles im Vordergrund. Zur musealen Veranschaulichung der Abläufe in der Mühle wurde die Inbetriebnahme von Teilen der Anlage ermöglicht.
Das Kellergeschoss der Mühle. Der sogenannte "Transmissionsboden" mit Antriebsmaschinen und Haupttransmissionswelle.
Eine Riemenscheibe auf der Hauptantriebswelle im "Transmissionsboden".
Die sogenannte "Untere Radkammer" im Kellergeschoss der Mühle. In diesem Teil der Mühle befanden sich ursprünglich die Mühlräder. Bereits 1912 wurde hier eine Wasserturbine eingebaut. Der neue Generator erzeugt heute an der historischen Turbine wieder elektrische Energie.
Erdgeschoss der Mühle. Der sogenannte "Walzenboden" mit drei Doppelwalzenstühlen, Mehlmischmaschinen, Reinigungsmaschinen und Speicherzellen. Ebenfalls auf dieser Ebene befindet sich der obere Teil der ehemaligen Radkammer.
1. Obergeschoss der Mühle: Der sogenannte "Rohrboden" mit Speicherblock / Zellenspeichern, Reinigungsmaschinen, Waagen, Absackbänken, Elevatoren und Aufzug für das Mahlgut.
Dachgeschoss der Mühle. Der sogenannte "Sichterboden" mit Plansichtern / Siebmaschinen, Entstaubungsvorrichtungen, Elevatorköpfen und Antriebsvorrichtungen.